Was machen, wenn das eigene Netzwerk zu klein wird?

Was macht man, wenn das eigene Netzwerk manchen Geräten den Zugriff verweigert und anderen gestattet?
Ältere Geräte kommen problemlos ins Netzwerk und ins Internet, doch der neu gekaufte Laptop kommt nicht ins Netzwerk. Egal ob über WLAN oder Ethernet, es ist kein Zugriff möglich. Woran könnte das liegen? Ist der Laptop defekt? Hat der Router ein Softwareproblem?
Wahrscheinlich geht es dir genauso wie vielen anderen Benutzern. Deinem Netzwerk sind die Adressen ausgegangen. Je nach verwendetem DHCP Server (Router) werden nur eine bestimmte Anzahl an Adressen vergeben. Bei einer FritzBox wären das etwa 253 IP Adressen. Bei manchen DLink Routern wären es nur noch 154. Thomson hingegen, mit der Erweiterung von A1 wären es nur noch 116 Adressen. Klingt zwar am Anfang viel, dies kann aber täuschen.

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Gehen wir mal gedanklich oder auch schriftlich durch, was alles mit dem WLAN Netzwerk verbunden ist. Da wäre mal der Laptop per LAN und per WLAN (Eine Adresse pro Schnittstelle -> 2 Adressen!) dann noch der StandPC per LAN sowie WLAN und noch das Smartphone. Schon sind wir bei 5 Adressen. Dann kommt noch der Drucker, Kamera, Tablet, Switch, Firmencomputer, Handy des freundes und sonstige Geräte hinzu. Schon wird der Platz immer weniger und weniger, bis ein Gerät nicht mehr eine Netzwerkverbindung herstellen kann.

Die Lösung hört sich einfach an: Man erweitert den Adressenbereich.
Viel mehr ist es auch nicht. Dazu muss das Subnetz von Klasse C auf Klasse B geändert werden.

Was ist ein Subnetz / Subnetzmaske?

Ein Subnetz gibt an, wie weit die Kommunikation in einem Netzwerk stattfinden kann. Man hat so eine Subnetzmaske sicher schon mal gesehen aber sich nichts dabei gedacht. Klassischerweise sieht diese so aus: 255.255.255.0
Diese Subnetzmaske sagt aus, dass im letzten Bereich der Adresse 254 Adressen verwendet werden können.
Ist der Router auf 192.168.1.1 eingestellt, kann somit 192.168.1.1 bis 192.168.1.254 verwendet werden.
255.255.255.0 ändern wir nun auf 255.255.0.0
Mit dieser Änderung können statt 254 Adressen, nun bis zu 65534 Adressen verwendet werden.

Statische Adressen

Ich persönlich empfehle, so wie es bereits in meinem Netzwerk der Fall ist, Statische IP Adressen zu vergeben. Das bedeutet, dass die IP Adresse nicht automatisch bezogen wird, sondern im vom Clienten Fixiert wurde.
In meinem Netzwerk verwende ich Statische IP Adressen unter anderem für Drucker, AccessPoints, IPCameras, Satreceifer sowie NAS Speicher.
Diese sind je nach Verwendung in einem eigenen IP Adressenbereich aufgeteilt. AccessPoints befinden sich in 192.168.0.1 bis 192.168.0.254, die IPCameras in 192.168.3.1 usw.
Für die Aufteilung sind fast keine Grenzen gesetzt. Ist das 192.168’er Netzwerk zu klein, empfiehlt sich der Wechsel zum 10’er Netzwerk. Mehr darüber auf Wikipedia.

DHCP Einstellungen ändern

Damit der DHCP Server mehr Adressen vergeben kann, müssen die Einstellungen erst erweitert werden. Da ich nicht über jeden Router verfüge, werde ich hier die Router auflisten, die mir zur Verfügung stehen. Unterschiede zu anderen Modellen wird es kaum geben. Alle Einstellungen ähneln nicht untereinander.

FritzBox

Zu finden sind diese Einstellungen unter http://fritz.box/net/boxnet.lua?back_to_page=/net/network_settings.lua

Wichtig ist hierbei die Subnetzmaske sowie „DHCP-Server vergibt IPv4-Adressen“.
Die DHCP Einstellungen können nach belieben eingestellt werden. In meinem Beispiel bekommen die Clienten IP Adressen zugewiesen von 192.168.50.1 bis 192.168.59.254. Dies wäre genug Platz für etwa 2300 Clients.
Nach der Änderung muss man nur noch „OK“ betätigen. Nach und nach werden dann im Netzwerk die neuen Einstellungen übernommen.

Thomson TG575


Die DHCP Einstellungen können nach belieben eingestellt werden. In meinem Beispiel bekommen die Clienten IP Adressen zugewiesen von 192.168.50.1 bis 192.168.59.254. Dies wäre genug Platz für etwa 2300 Clients.
Nach der Änderung muss man nur noch „Übernehmen“ betätigen. Nach und nach werden dann im Netzwerk die neuen Einstellungen übernommen.

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